Festung Marienberg
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Festung Marienberg - ein Schloss mit bezaubernder Aussicht auf Würzburg

Die Festung Marienberg ist eine historische Burg aus dem Zeitalter Renaissance, die auf auf einem Hügel vor Würzburg direkt über dem Maintal liegt. Zur Festung führt ein schöner Wanderweg von der Kirche St. Burkard aus. Zu erreichen ist das Wahrzeichen ebenfalls zu Fuß über die Tellsteige oder über das Landesschaugelände von 1990. Außerdem fährt die Bus Kulturlinie 9 der WVV direkt in den Burggraben.

Was kann man auf der Festung Marienberg erleben?

Auf dem Festungsgelände befindet sich das Fürstenbaumuseum, die Burggaststätten, das bayrische Staatsarchiv der bayrischen Schlösserverwaltung und einige Wohnungen. Im neuen Zeughaus findet man das Mainfränkische Museum mit weltberümten Plastiken von Tilman Riemenschneider.

Museum bei der Festung Marienberg
Mainfränkisches Museum mit weltberühmten Skulpturen.

Wann wurde die Festung Marienberg gebaut und wie entwickelte sie sich?

Im 8. Jahrhundert begann auf dem Berg der Bau der Marienkapelle. Diese ist die älteste Kirche Würzburgs, in der Würzburger Bischöfe begraben wurden. Als Karl der Große 788 n. Chr. das Gebiet besuchte, baute er eine 6 Meter hohe Wehranlage. Ab 1200 n. Chr. begann auch der Ausbau zur Burganlage durch Bischof Konrad v. Querfurt, welche im Spätmittelalter und der Renaissance erweitert wurde.
Die Würzburger Fürstbischöfe verlegten ab 1253 – 1719 ihren Sitz auf die Festung Marienberg.

Im 13. Jahrhundert entstanden die ersten Elemente der Kernanlage. Außen herum wurde eine steinere Ringmauer mit gedecktem Wehrgang erbaut. Eine Zugbrücke im Westen entstand und Gebäudeteile wurden bis hin zu einer 4-flügeligen Schlossanlage ausgebaut. 1466 – 1470 wurde ein Zeughaus auf der Südseite der Burg errichtet und der Randersackerer Turm in die Anlage integriert.

Im 15. Jahrhundert entstand die Befestigungsmauer (Scherenberging). Im 16. Jahrhundert wurden Erweiterungsmaßnahmen durch Lorenz von Bibra durchgeführt. So entstand auch der Treppenturm mit der Bibratreppe in der Renaissance. 
Während des Bauernkrieges im Jahr 1525 wurde die Festung berannt. Es gab zu dieser Zeit viele Tote. Aus diesem Grund ist im Neutorgraben ein Denkmal zu finden, das an diese Zeit erinnern soll.

Ende des 16. Jahrhunderts gab es einen Großbrand in der Festung. Dies war der Auslöser für weitere Umbaumaßnahmen zur Zeit von Julius Echter. Die Vorburg wurde erweitert und mit einer massiven Echter-Bastei versehen. Diese findet man in dem Hof mit den Pferdetränken.

In 1631 erstürmte Gustav-Adolf aus Schweden während des 30-Jährigen Kriegs die Festung Marienberg und belagerte sie ca. 4 Tage lang. Am Ende der napoleonischen Zeit verschanzten sich auch die Franzosen für lange Monate auf der Burg.

Nach dem 30-Jährigen Krieg ließ Johann Phillipp von Schönborn, ein ehemaliger Fürstbischof, die Burg massiv befestigen. In dieser Zeit wurde die Festung auch nach Westen mit einem neuen Zeughaus erweitert und der Fürstengarten wurde neu angelegt.

Im 18. Jahrhundert legte auch Balthasar Neumann Hand an. Er war einer der berühmtesten Baumeister des Barocks und Rokoko in Süddeutschland und errichtete einige Gebäude in Würzburg, wie z. B. die Residenz.

Zu dieser Zeit zogen die Fürstbischöfe von der Festung in die Residenz um. Zufolge dessen gab es einige kleine Perioden des Verfalls, bis nach dem ersten Weltkrieg die Landespolizei dort ihr Quartier bezog. Der Verfall der Festung konnte gestoppt werden und eine lange Zeit der Sanierung begann.

Aussicht von der Festung
Aussicht von der Festung auf die Stadt Würzburg und den Main

Wie wurde die Festung Marienberg im zweiten Weltkrieg zerstört?

Am 16. März während des Bombenangriffs auf Würzburg wurde auch die Festung schwer getroffen. Sie brannte 10 Tage und 9 Nächte. Vor allem die Dachstühle wurden massiv zerstört, da sie vollkommen aus Holz bestanden. 
Ein völliges Zusammenstürzen konnte glücklicherweise die Feuerwehr verhindern. Ein Wiederaufbau erfolgte ab dem Jahre 1950.

 

Welche Bestandteile hat die Festung Marienberg?

Marienkirche

Die Marienkirche ist im inneren Hof der Festungsgebäude zu finden. Sie wurde ca. 700 n. Chr. gebaut und ist die älteste Kirche Würzburgs. In der Marienkirche wurden früher die Bischöfe des Bistums Würzburgs bestattet.

Marienkirche von innen
Das Innere der Marienkriche ist nur mit Führungen zu besichtigen.

Bergfried

Der Bergfried befindet sich direkt neben der Marienkirche im inneren Burghof der Festung.
Er ist ca. 40 Meter hoch und hat eine Wandstärke von 2,5 Metern.
Im Bergfried oben sind Schartenschlitze und Schießluken zu finden, durch die früher auf Feinde geschossen wurde. Der Turm diente als Wachturm und zur Beobachtung der Umgebung.
Der untere Teil des Bergfrieds wurde als Verließ genutzt. Gefangene wurden durch eine kleine Öffnung von 50×50 cm nach unten hinabgelassen.

Bergfried der Festung Marienberg
Der Bergfried war auch das letzte Versteck bei Angriffen.

Brunnenhaus

Auch der Tiefe Brunnen mit dem Brunnenhaus befindet sich im Burghof neben dem Bergfried und der Marienkirche. Der Brunnen ist ca. 100 Meter tief und 2 Meter breit.

Um das Wasser vor Verschmutzungen zu schützen ist der Brunnen von dem sogenannten Brunnenhaus umgeben. 

Der Brunnentempel wurde von Julius Echter im Jahr 1600 errichtet.

Brunnenhaus im Festungshof
Rückseite des Brunnens mit Skulpturen.

Innenhof

Im Innenhof befinden sich die wichtigsten Bestandteile der Festung Marienberg.

Auf dem ersten Hof befinden sich Pferdetränken und ein Tor, durch das man zum zweiten Innenhof gelangt.

Dort liegt der Burgfried, die Burggaststätten, die Marienkirche, der tiefe Brunnen und das Brunnenhaus.

Innenhof der Festung
Der Innenhof besteht aus zwei großen Plätzen.

Maschikuliturm

Der Maschikuliturm ist ein Geschützturm auf der Südflanke der Festung. Er sitzt mitten in den Weinreben und bot früher die Möglichkeit die südliche Seite der Festung vor Feinen zu sichern. Der Turm wurde 1724 – 1729 von Balthasar Neumann errichtet. Seinen Namen erhielt er durch die Schussöffnungen, die sogenannten „Maschiculis“.

Maschilkuliturm mit Schützenluken
Maschikuliturm mit Schussöffnungen.

Fürstengarten

Der Fürstengarten, welcher einen außerordentlich schönen Blick auf die Stadt Würzburg und das Käppele erlaubt, hat eine Fläche von ca. 1300qm.

Fürstengarten
Gepflegter Fürstengarten, der Zeit zur Erholung bietet.

Drei-seitig abfallender Berg

Die Festung liegt auf einem Hügel, der in drei verschiedenen Richtungen abfällt. Der Schlossberg, östlich ausgerichtet, geht hinab zum Fluss und der Innenstadt.
Die Innere Leiste, südlich ausgerichtet, ist berühmt durch ihre Weinlage und wird durch die Staatliche Hofkellerei bewirtschaftet.
Die Nordseite besteht aus Parkflächen und Bastionen. Dort wurde auch 1990 die Landesgartenschau abgehalten

Aussicht vom Festungsberg auf die Stadt Würzburg
Aussicht vom Festungsberg auf die Stadt Würzburg.

Festungsgraben

Der Festungsgraben ist von hohen Steinmauern umgeben und bietet Platz für verschiedene Veranstaltungen oder ein gemütliches Picknick.

Die Wiese ist sehr gepflegt und wird alle zwei Jahre für das Barbarossa Spectaculum genutzt. Während diesem Mittelalterfest im Burggraben der Festung Marienberg sind Verkäufsstände aufgestellt und es finden Ritterspiele statt.

Festungsgraben
Gepflegter Graben, der füher vor Feinden schützen sollte.

Wo kann man auf der Festung Marienberg parken?

Mit dem Auto gelangt man über die Straße „Oberer Burgweg“ zu den Parkplätzen der Festung. Der Weg zur Festung ist gut ausgeschildert und einfach zu erreichen.

Die 150 Parkplätze am Festungsgelände sind kostenpflichtig und durch eine Schranke abgetrennt.

Die Parkgebühren betragen für 24h:
– 3,00€ (1. März bis 31. Oktober)
– 2,00€ (1. November bis 28. Februar)

Auch mit dem Bus (Linie 9) gelangt man zur Festung und spart sich die Parkgebühren.

 

Tipps für schöne Wanderwege zur Festung

Du möchtest von der Innenstadt direkt zur Festung laufen? Kein Problem, denn vom Stadtzentrum gelangst Du ohne Hindernisse direkt zur Festung.

Laufe über die Alte Mainbrücke auf die andere Seite des Mains. Danach geht es weiter nach links bis zur Kirche St. Burkard. Passiere die Kirche auf ihrer rechten Seite, dann gelangst Du zu zum Weinwanderweg, der auch unten beschildert ist. Von dort aus sind es ca. 30 Minuten Fußweg durch die Weinberge hoch zur Festung. Am Anfang steigst Du ein paar Treppen, doch kurz danach geht es stufenlos nach oben. Ankommen wirst Du auf der südlichen Seite der Festung.

Während Deiner Wanderung passierst Du einige schöne Torbögen und Denkmäler bis hin zur Festung Marienberg.

Weinwanderweg hoch zur Festung
Gemützlicher Spaziergang zur Festung.
Festungstore
Prunkvolle Tore mit Skulpuren am Eingang
Festungstore
Auf dem Weg zur Festung passiert man einige Torbögen.
Schönborntor
Durch das Schönborntor gelangt man ins Innere.

Öffnungszeiten

Die Innenhöfe der Festung sind täglich ohne Anmeldung frei zu besichtigen.

Einige Teile der Festung sind jedoch nur mit Führungen zu erreichen.

Anfahrt

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Lage

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