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Stadtteil

Lindleinsmühle

Lindleinsmühle entstand nach 1961 als geplanter Neubau-Stadtteil im Nordosten Würzburgs. Benannt nach einer historischen Mühle an der Pleichach, ist es heute ein dichtes Wohnquartier – besonders für junge Familien.

Stadtteil in Zahlen

Bevölkerung

0.94 km² Fläche

Demografie: opendata.wuerzburg.de, Lizenz DL-DE-BY-2.0

Fläche: Stadt Würzburg, FA Tiefbau/GV · Stand 31.12.2011

Lindleinsmühle – das junge Wohnquartier mit Geschichte im Namen

Lindleinsmühle entstand erst nach 1961 als geplanter Neubau-Stadtteil im Nordosten Würzburgs. Benannt nach einer historischen Mühle an der Pleichach, die wiederum nach den dort wachsenden Lindenbäumen hieß, ist Lindleinsmühle heute ein dicht besiedeltes Wohnquartier – vor allem für junge Familien.

Wo liegt der Stadtteil Lindleinsmühle?

Lindleinsmühle liegt im Nordosten Würzburgs auf 193 Metern Höhe und schließt direkt an den Stadtteil Versbach an. Mit nur 0,94 Quadratkilometern Fläche ist Lindleinsmühle einer der kleinsten Würzburger Stadtbezirke – dafür einer der dichtesten besiedelten. Der Stadtteil entstand auf einem Gebiet, das davor weitgehend unbebaut am Rand der damaligen Stadt lag.

Wie entstand der Stadtteil Lindleinsmühle?

Anders als die meisten Würzburger Stadtteile blickt Lindleinsmühle nicht auf eine jahrhundertelange Dorfgeschichte zurück. Der Ort ist eine bewusste Planung: 1961 fasste der Stadtrat den Beschluss, hier ein neues Wohnquartier für rund 8.000 Einwohner zu errichten. In den folgenden Jahren entstand ein durchgeplanter Stadtteil mit Mehrfamilienhäusern, Versorgungseinrichtungen und Infrastruktur. Seit 2016 ist Lindleinsmühle Teil des Förderprogramms „Soziale Stadt", das die Lebensqualität in dicht bebauten Quartieren stärken soll.

Woher kommt der Name Lindleinsmühle?

Der Name reicht weit über die Bauzeit des heutigen Stadtteils zurück. An der Pleichach standen einst drei historische Mühlen: die Straubmühle, die Neumühle und die Lindleinsmühle. Letztere gab dem späteren Stadtteil ihren Namen. Die Mühle selbst hieß wiederum nach den Lindenbäumen, die früher dort in großer Zahl wuchsen. Die historische Lindleinsmühle existiert nicht mehr – sie wurde am 16. März 1945 in der Würzburger Bombennacht zerstört. Der Name ist seitdem die einzige sichtbare Erinnerung an die Mühlengeschichte des Ortes.

Was prägt Lindleinsmühle heute?

Lindleinsmühle ist ein junger Stadtteil im doppelten Sinne: jung, weil er erst seit gut sechzig Jahren existiert, und jung, weil hier besonders viele Familien wohnen. Die Bevölkerung mischt sich aus Würzburgern, die aus verschiedenen Stadtteilen zugezogen sind, sowie aus Vertriebenen, Spätaussiedlern und Russlanddeutschen, die in den Jahrzehnten nach dem Bau eine neue Heimat fanden. Knapp 5.000 Menschen leben heute auf weniger als einem Quadratkilometer – mit über 5.000 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Lindleinsmühle einer der am dichtesten besiedelten Stadtteile Würzburgs.

Wie gelangt man nach Lindleinsmühle?

Mit dem Bus erreichst du Lindleinsmühle über die Linien 12, 21, 24, 25 und 45 – die Anbindung an die Innenstadt ist gut getaktet. Mit dem Auto führen die Bundesstraßen B 19 und B 8 in den Stadtteil. Eine Straßenbahn-Anbindung steht regelmäßig auf der politischen Agenda, ist aber bisher nicht umgesetzt.