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Stadtteil

Dürrbachtal

Das Dürrbachtal vereint vier Ortsteile im Norden Würzburgs – Oberdürrbach, Unterdürrbach, Schafhof und Ziegelhütte. Geprägt von Weinbau auf Muschelkalk und historischen Pfarrdörfern entlang des namensgebenden Dürrbachs.

Stadtteil in Zahlen

Bevölkerung

13.64 km² Fläche

Demografie: opendata.wuerzburg.de, Lizenz DL-DE-BY-2.0

Fläche: Stadt Würzburg, FA Tiefbau/GV · Stand 31.12.2011

Dürrbachtal – Talverbund mit fränkischer Tradition im Norden Würzburgs

Das Dürrbachtal liegt im Norden Würzburgs und umfasst gleich vier Ortsteile: Oberdürrbach, Unterdürrbach, Schafhof und Ziegelhütte. Geprägt von Weinbau auf Muschelkalkböden und historischen Pfarrdörfern, vereint der Stadtbezirk fränkische Tradition mit reizvollen Landschaftsausblicken auf die umliegenden Höhen.

Wo liegt das Dürrbachtal?

Das Tal erstreckt sich nördlich der Würzburger Innenstadt auf rund 13,6 Quadratkilometern – eine der flächenmäßig größeren Würzburger Stadtbezirke. Unterdürrbach liegt auf 192 Metern Höhe im Tal, Oberdürrbach auf 233 Metern weiter oben am Hang. Im Nordosten grenzt das Dürrbachtal an Rimpar, im Osten an Versbach, im Westen an Veitshöchheim und im Südwesten an die Dürrbachau.

Wie entstand das Dürrbachtal als Würzburger Stadtbezirk?

Ober- und Unterdürrbach wurden erstmals im Jahr 1160 urkundlich erwähnt. Über Jahrhunderte blieben es eigenständige Pfarrdörfer mit landwirtschaftlicher Prägung. Am 1. Juli 1976 wurden beide Orte gemeinsam mit Schafhof und Ziegelhütte nach Würzburg eingemeindet. Eine Besonderheit dabei: Von Oberdürrbach kam nur der südliche Teil zu Würzburg – der nördliche Ortsteil Gadheim ging an Veitshöchheim.

Woher kommt der Name Dürrbachtal?

Der Name stammt vom Bach, der dem Tal seinen Charakter gibt: dem Dürrbach. Wie der Name vermuten lässt, führt er die meiste Zeit des Jahres kein oder nur wenig Wasser – er ist „dürr". Trotzdem hat er das Landschaftsbild geprägt: das Tal selbst, die Wege entlang seines Laufs und die Talgliederung in einen Ober- und einen Unterlauf, an denen die beiden namensgebenden Ortsteile liegen.

Welche Sehenswürdigkeiten findet man im Dürrbachtal?

Das Dürrbachtal ist trotz seiner ländlichen Lage erstaunlich reich an Sehenswertem. In Oberdürrbach lohnt sich der Blick auf die Pfarrkirche St. Josef aus dem Jahr 1816, eine schlichte Saalkirche, und auf den Zehnthof des Juliusspitals aus dem 17. Jahrhundert mit seinem markanten Walmdach. Auf dem Kreuzberg über dem Ort steht das Patriarchenkreuz.

Unterdürrbach besitzt mit der Pfarrkirche St. Rochus und St. Sebastian eine weitere historische Kirche sowie die 1958 erbaute Kuratiekirche zum Heiligen Geist. Wer wandert, sollte die Schenkenschloss-Ruine mit ihrem Aussichtsturm und den Moltkeruh-Aussichtspunkt am Steinberg einplanen – beide bieten weite Blicke über das Tal und die Würzburger Umgebung. Verstreut im Talbereich finden sich zudem zahlreiche Bildstöcke und Kleindenkmäler aus mehreren Jahrhunderten.

Was macht das Dürrbachtal besonders?

Eine fränkische Besonderheit prägt das Dürrbachtal bis heute: der Weinbau. Die Muschelkalkböden der Hanglagen liegen im Weinbaugebiet Franken, Bereich Maindreieck, und bringen typische Frankenweine hervor. Wer im Sommer durch die Weinberge spaziert, erlebt eine Landschaft, die zwischen Stadt und ländlicher Tradition vermittelt – mit rund 6.000 Einwohnern bleibt der Stadtbezirk dabei spürbar dörflich.

Wie gelangt man ins Dürrbachtal?

Mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichst du das Dürrbachtal über die Buslinie 13. Die Staatsstraße Wü 21 verbindet Ober- und Unterdürrbach miteinander und führt weiter Richtung Innenstadt. Der Würzburger Hauptbahnhof liegt zwar nur rund 1,5 Kilometer Luftlinie südöstlich, ist durch die dazwischenliegenden Berge aber nicht direkt zu Fuß erreichbar – das Auto, der Bus oder das Fahrrad sind die praktischeren Optionen.