Der Grabstein von Walther von der Vogelweide mit dem Nordflügel des Kreuzgangs im Hintergrund

Das Lusamgärtchen - ein romantischer Rückzugsort in der Altstadt

Das Lusamgärtchen, auch Lusamgärtlein genannt, ist ein kleiner Innenhof auf der Rückseite des Neumünsters. Der Torbogeneingang liegt ziemlich unscheinbar an der Adresse Martinstraße 4. Das Gärtchen ist ein Geheimtipp, sodass man den kleinen Hof meistens ganz für sich alleine hat und die Ruhe genießen kann. 

Grabmahl von Walther von der Vogelweide

Bei dem Hof handelt es sich jedoch nicht um irgendeinen Innenhof. Im Lusamgärtchen liegt Deutschlands bekanntester Lyriker des Mittelalters begraben: Walther von der Vogelweide. Bekannt unter anderem für sein Gedicht „Ich saz ûf eime steine“. 

Walther von der Vogelweide starb um 1230, der jetzige Grabstein wurde jedoch erst 1930 errichtet, also gut 700 Jahre später. 

Am Grabmahl findet man vier napfartige Einkerbungen. Der Legende nach soll sich Walther von der Vogelweide gewünscht haben, dass sein Grab zur Fütterung von Vögeln genutzt werden soll. Ob dies stimmt, ist nicht bewiesen, es ist jedoch auf jeden Fall eine schöne Anekdote. 

Ein Rückzugsort für (hoffnungslos) Verliebte

Rund um Walther von der Vogelweide gibt es jedoch eine weitere, vielleicht sogar noch schönere, Legende. So heißt es, dass Walther von der Vogelweide sowohl den Verliebten, als auch den von Liebeskummer geplagten, hilft und beisteht. Hat man Liebeskummer, soll man zum Grabmahl kommen, frische Blumen niederlegen und erfährt daraufhin Linderung, sobald die Blumen verwelken. Doch auch Verliebte kommen hierher, legen Blumen nieder und richten sich mit ihren Bitten an den Minnesänger.

Wie entstand das Lusamgärtlein?

Ursprünglich handelte es sich bei dem Innenhof um einen ehemaligen Kreuzgang des Stifts, welcher auch weit über das Mittelalter hinaus als Begräbnisstätte dessen diente. 

Der aus dem 12. Jahrhundert stammende Nordflügel dieses Kreuzgangs wurde zwischenzeitlich in einem angrenzenden Wirtschaftsgebäude verbaut und vergessen. Erst 1883 entdeckte man ihn wieder und stellte ihn im Luitpold-Museum aus, dem Vorgänger des Museums für Franken. 1930 stellte man ihn wieder in den Innenhof, wo er bis heute zu sehen ist. Bei den eingearbeiteten Figuren handelt es sich um Abbildungen Kilians und Christus, sie sind die wahrscheinilch ältesten figürlichen Darstellungen Würzburgs. 

Nordflügel des Kreuzgangs im Lusamgärtchen
Nordflügel des Kreuzgangs im Lusamgärtchen

Wie sind die Öffnungszeiten des Lusamgärtchens?

Das Tor zum Hof ist jeden Tag von 06 bis 18:30 Uhr geöffnet. 

  • täglich von 06 bis 18:30 Uhr geöffnet
  • perfekt um Abzuschalten
  • Ein Ort für Verliebte

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