Museum für Franken
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Lasst uns zur Burg fahren! Das Museum für Franken in Würzburg

Dieses Museum hat einen ganz besonderen Standort und ist alleine deswegen schon einen Besuch wert. 

 

Es befindet sich nämlich innerhalb der Burg “Festung Marienberg” (auch Marienfeste bzw. Veste Marienberg genannt), direkt am Main gelegen, und mit wunderbarem Blick auf Würzburg.

 

Es handelt sich hierbei übrigens um Bayerns staatliches Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, mit Sitz in Würzburg.



Wie das Museum für Franken zu seinem Namen kam

 

Den Namen “Museum für Franken” trägt das Museum dabei erst relativ kurze Zeit. 

 

Bis Ende 2016 hieß es nämlich “Mainfränkisches Museum”, aber mit der Übernahme des Museums durch den bayrischen Freistaat wurde es in “Museum für Franken” umbenannt. 

 

Wühlt man noch ein bisschen weiter zurück in der Geschichte des Museums, so erfährt man, dass selbst der Name “Mainfränkisches Museum” nicht der Erste war. 

 

Bis 1945 hieß das Museum “Fränkisches Luitpoldmuseum” und befand sich in der Maxstraße 4, in der Nähe der Würzburger Residenz.

 

Zum Museum für Franken gehört auch das Fürstenbaumuseum. Dieses befindet sich im sogenannten Fürstenbau im östlichen Flügel der Festung. 

 

Hier werden in einem Bereich fürstbischöfliche Wohnräume präsentiert und in einem anderen Bereich die Würzburger Stadtgeschichte.

 

Ganzjähriges Veranstaltungsprogramm

Das Besondere beim Museum für Franken ist, dass weder groß noch klein zu kurz kommen bei den zahlreichen, auf das ganze Jahr verteilten Veranstaltungen. 

 

Genauere Infos zu den einzelnen Veranstaltungen und Sonderausstellungen, auch zu aktuellen bzw. kommenden Veranstaltungen, Ausstellungen und Sonderausstellungen können zum Einen über die Webseite www.museum-franken.de gefunden werden, zum Anderen über die Facebookseite des Museums oder bei Instagram.



Jüdische Ritualobjekte

 

Bei den vielen Ausstellungen gibt es immer wieder einige ganz spezielle, die einfach unvergesslich bleiben. 

 

Dazu gehört mit Sicherheit die im Jahre 2019 stattgefundene Ausstellung “Sieben Kisten mit jüdischem Material”, eine Kooperationsausstellung mit dem jüdischen Museum in München und seinem damaligen Direktor Bernhard Purim. 

 

Die Ausstellung hat Ritualgeräte aus verschiedenen deutschen Synagogen gezeigt, die im Depot des Museums für Franken vor ein paar Jahren in 7 Kisten wiederentdeckt worden sind. 

 

Wie sie in das damalige mainfränkische Museum gekommen sind, weiß man noch nicht genau, aber dass sie im November-Progrom 1938 von den Nationalsozialisten aus verschiedenen deutschen Synagogen geraubt worden waren, konnte schon nachgewiesen werden.

 

Auch am Museum für Franken wird übrigens, wie an vielen anderen bedeutenden Kunstmuseen, Provenienzforschung betrieben. Im Hinblick auf die NS-Zeit steht hier das Interesse vor allem im Aufspüren von Raub- und Beutegut auf dem Dritten Reich.

 

Der Kilianaltar kehrt nach Hause zurück

 

Eines der Highlights im Museum für Franken ist die seit Anfang 2019 langfristige Leihgabe des Kilianaltars, eines prachtvollen und fast komplett erhaltenen Flügelaltars, durch das Historische Museum Basel. 

 

Die Originalbemalung, die verschiedenen Heiligenfiguren darstellt, u. a. den heiligen Kilian, ist ein eindeutiger Verweis auf das Bistum Würzburg. 

 

Die große Riemenschneider-Sammlung

 

Ein weiterer großer Höhepunkt im Museum für Franken ist der Besuch der Riemenschneider Sammlung, der größten Sammlung weltweit. 

 

Wer kennt nicht Tilman Riemenschneider, ein über die Grenzen Würzburgs und Franken hinaus bekannter Bildhauer und -schnitzer der Spätgotik. 

Neben Skulpturen und Altarfiguren hat er auch einige berühmte Flügelaltare und Grabmale erschaffen, wie z. B. das Grabmal des Ritter Eberhard von Grumbach, welches sich in der Ritterkapelle in der Pfarrkirche in Rimpar befindet.

 

In der Sammlung im Museum für Franken kann man anhand von über 80 Skulpturen und Reliefs auf beeindruckende Weise die künstlerische Entwicklung des Bildhauers über die vielen Jahre verfolgen. Auch Grabmale befinden sich in der Sammlung, wie das des Ritters Eberhard von Wolfskeel.




Wer hat schon einmal von der Gaibacher Konstitutionssäule gehört? 

Ein großes Gemälde, welches von der feierlichen Grundsteinlegung dieser Denksäule zum Dank an die von König Max I. Joseph gegebene bayerische Verfassung zeugt, kann von den Besuchern im Museum für Franken bewundert werden.

 

Das Museum beherbergt außerdem eine beeindruckende Sammlung archäologischer Fundstücke aus Franken, von der Altsteinzeit bis ins späte Mittelalter reichend.



Die Kunst im Garten 

Auch die Ausstellung “GartenKunst” hat bei den Museumsbesuchern großen Anklang gefunden. Diese Ausstellung hatte das Museum für Franken anlässlich der Landesgartenschau 2018 in Würzburg ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt stand der Garten, dargestellt auf die verschiedensten Weisen in zahlreichen Kunstgemälden und -objekten.

 

Kind sein im Museum für Franken

 

Viel Mühe gibt sich das Museum ein speziell für Kinder spannendes Programm mit vielen Optionen anzubieten. Dazu gehören Führungen für Kindergruppen und Schulklassen, auf spezielle Kernthemen und altersklassengerecht konzipiert. 

 

So erfahren Kinder auf spielerische Weise, wie es sich im Mittelalter lebte, was es genau mit der Eisenzeit auf sich hatte oder was der irische Mönch Kilian in Würzburg gemacht hat. Und natürlich noch vieles mehr!

 

Ein voller Erfolg war die Veranstaltung KinderTräume, die Ende 2018/Anfang 2019 als Führung für Familien angeboten worden ist und Kinder während der Führung in 4 verschiedene Kinder(T)Räume “entführt” hat. 

 

In diesen Räumen wurden die Themen “Heile Welt”, “Krieg und Auseinandersetzung”, Tüftler und Bastler” und “Lesewelten” für die Kinder anhand von Spielzeugsammlungen und Spielbereichen spielend erlebbar gemacht. 

 

Ein Erlebnis für klein und groß!



Einmal im Leben Ritter sein

 

Beim jährlichen Museumsfest auf der Burg ist auch jedes Mal ein speziell auf die jüngeren Besucher ausgerichtetes Programm dabei. 

 

Dann kann man für einen Tag, als Ritter oder Burgfräulein, das spannende Leben des Mittelalters leben und erleben.



Leitung und Organisation des Museums für Franken Würzburg

 

Das Museum steht seit 2016 unter der Gesamtleitung von Prof. Dr Erich Schneider, deutscher Kunsthistoriker und Museologe, mit Dr. Claudia Lichte als stellvertretende Direktorin (Stand Juni 2020). 

 

Die Baukoordination steht unter der Leitung von Herrn Mirko Nitschke und für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing ist Frau Sarah Merabet verantwortlich.



Lust auf einen Besuch bekommen?

 

Das Museum öffnet seine Pforten für Besucher jeweils von Dienstags bis Sonntags von 10 Uhr – 17 Uhr im Zeitraum 1. April bis 31. Oktober. 

 

In den Wintermonaten ist das Museum ebenfalls jeweils Montags geschlossen, die Öffnungszeiten von Dienstags bis Sonntags sind dann jeweils von 10 Uhr bis 16 Uhr (Stand Juni 2020).



Alles Wissenswerte auf einen Blick

 

Bei Fragen ist das Museum für Franken unter folgenden Telefonnummern und e-mail erreichbar:

 

Telefon +49 (0)931-20594 0

Telefax +49 (0)931-20594 56

e-mail: info@museum-franken.de

PKW- und Busparkplätze befinden sich im Festungsbereich, sind jedoch kostenpflichtig.

 

Die Eintrittspreise für das Museum für Franken, inklusive des Museums für Franken im Fürstenbau, betragen €5,00 für Erwachsene, ermäßigt und für Gruppen ab 15 Personen €4,00 und Kinder und Jugendlichen dürfen umsonst das Museum besuchen. 

 

Wer einen Sonntagsausflug ins Museum für Franken plant, darf sich über den Sonderpreis von € 1,00 freuen (Stand Juni 2020)

 

Für weitere Informationen kann man auf der Webseite www.museum-franken.de den passenden Ansprechpartner für sein Anliegen finden. Hier können auch aktuelle Stellenangebote und zu vergebene Praktika eingesehen werden.

Eingang Museum
Der Eingang zum Mainfränkischen Museum.
  • Öffnungszeiten:
    1. April bis 31. Oktober
    Di-So10:00 – 17:00 Uhr
    1. November bis 31. März
    Di-So10:00 – 16:00 Uhr
    montags geschlossen!
  • Ungefährer Preis:
    Erwachsene Erwachsene 5,00 EUR
    Ermäßigt 4,00 EUR
    Gruppen (ab 15 Personen) 4,00 EUR
    Sonntags 1,00 EUR
    Kinder und Jugendliche (0-17 Jahre) frei
  • Art des Museums:
    Kunst- und Kulturgeschichte

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